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Vorsätze fürs Neue Jahr: Was uns wirklich glücklich macht
Vorsätze fürs Neue Jahr: Was uns wirklich glücklich macht
Obwohl der Schnee noch etwas auf sich warten lässt, ist der Winter ins Land gezogen. Mit sich schleppt er fast 365 Tage aus dem altem Jahr und viele, viele Vorsätze fürs Neue: Abnehmen, mit dem Rauchen aufhören und mehr Geld verdienen kritzeln wir auf den Wunschzettel an uns selbst. Und hoffen darauf, dass wir unsere Vorsätze dieses Jahr auch wirklich durchziehen.

Was aber macht uns wirklich glücklich? Reichen ein teures Auto, eine dicke Geldbörse und dünne Oberschenkel fürs Zufriedensein? Margot Maaß beschäftigt sich schon lange mit dem Thema Glück und hat ihr Wissen mit uns geteilt.

Es gibt viele Parallelen zwischen Schule und Arbeit, erzählt Maaß: Beides sind oftmals Orte der Angst, wo der Fokus auf Fehlern und Schwächen liegt und nicht auf Lösungen und Stärken. Deswegen unterstützt sie, gemeinsam mit ihrem Kollegen Siegfried Neubauer, Lehrer und Führungskräfte dabei, Glück in die Schulklasse und ins Büro zu lassen. Das zahlt sich aus, denn glückliche Menschen sind produktiver, kreativer und seltener krank. Aber warum muss man Erwachsenen überhaupt beibringen, glücklich zu sein? Sollten wir das alle nicht längst können?

„Das Hamsterrad sieht nur von Innen aus wie eine Karriereleiter“

Wann hören wir auf, glücklich zu sein?

Wenn aus Kindern Erwachsene werden, passiert eine Art „Entzauberung“. Während Kinder von Natur aus glücklich sind, verlernen sie es mit dem Aufwachsen zunehmend. Eltern und Schule tun ihres dazu. Leistungsdruck und das krampfhafte Streben nach Erfolg bringt viele Menschen ins Burnout. „Zu meinen, dass Erfolg glücklich macht, ist ein Irrglaube“, so Maaß. „Aber die Wahrscheinlichkeit, dass glückliche Menschen erfolgreich sind, ist groß.“

2019: Wie können wir wieder lernen, glücklich zu sein?

#1 Sich immer wieder bewusst machen, wofür man dankbar ist

„Auslöser zum Glücklichsein gibt es viele“, so Maaß. Das können Freunde, die   Familie, Natur, Geld, Gesundheit oder der Job sein. Wichtig ist, dass man den Blick auf das Gute und Gelingende in seinem Leben richtet und dafür dankbar ist.

 #2 Lachen, kichern, grinsen

Es kann nicht oft genug betont werden: Lachen ist gesund und stärkt das Immunsystem. Deswegen: Lachen, so oft es geht. Und darauf achten, was uns in gute Stimmung versetzt. Das können Filme oder Musik sein, die uns gut tun.

#3 Freunde treffen und viel Wert auf Beziehungen legen

Wenn es um Glück und Lebenszufriedenheit geht, sind soziale Beziehungen essentiell. Diese müssen auch gepflegt werden. Leider sind nur die wenigsten von uns gewohnt, Lob oder Wertschätzung auszusprechen, zum Beispiel für Dinge, die der andere gut kann. Ein guter Tipp sind sogenannte „random acts of kindness“. Das sind zufällige Freundlichkeiten und gute Taten, die ganz ohne Grund geschehen: Im Kaffeehaus einfach jemandem, den man gar nicht kennt, den Kaffee bezahlen, einen Lottoschein ausfüllen und an die Windschutzscheibe eines Autos klemmen oder ein nettes Post-it auf den Computerbildschirm des Kollegen kleben. Aktionen wie diese freuen den Beschenkten und den, der schenkt – eine echte Win-Win-Situation also.

#4 Dinge machen, die Sinn bedeuten

Unserem Tun eine Bedeutung zu geben macht glücklich. Das kann für jeden etwas anderes sein. Fragen wie, „Was haben andere Menschen davon, dass es mich gibt?“ oder „Was möchte ich, dass Menschen über mich erzählen?“ können dabei helfen, herauszufinden, was einen selbst einzigartig macht.

#5 Ziele realistisch definieren und erfolgreich sein

Jeder möchte im Leben etwas erreichen – auch wenn die Ziele ganz unterschiedliche sind. Ziele formulieren bedeutet, Leitplanken zu bauen, die einem Orientierung geben auf dem Weg zum Ziel. Dabei gilt es, die vielen schöne „Steine“ auf dem Weg wahrzunehmen. Denkt man an einen Bergsteiger, der am Gipfelkreuz steht, fragt man sich: „Genießt er nur den Moment des Gipfelsieges oder auch den Aufstieg?“. Glück bedeutet auch, sich anzustrengen und immer wieder seine Komfortzone zu verlassen.

Margot Maaß und ihre Kollege Siegfried Neubauer haben sich als „die Sinnstifter“ zur Aufgabe gemacht, Menschen und Organisationen zu fördern und fordern. Und gemeinsam mit ihnen Glück und Zufriedenheit zu entdecken. Die beiden arbeiten in Wien.
 

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